“There is immeasurably more left inside than what
comes out in words. Your thought, even a bad one, while it is with you, is
always more profound, but in words it is more ridiculous and dishonorable.”
-
Fjodor Michailowitsch Dostojewski
Ich empfinde Sprachen als etwas Wunderbares. Sie
erlaubt es uns Menschen, uns auf verschiedenste Art in Kombination mit
nonverbalen Mitteln, wie etwa Gestik, Mimik oder Zeichen zu kommunizieren. Sie
bilden somit Ausdrucksformen, die verbindend wirken können. Gleichzeitig zeigen
sie uns aber auch die Grenzen des menschlichen Informationsaustausch auf. Nicht alles,
was wir fühlen oder denken kann auch gesagt werden. Oder aber es entstehen Missverständnisse,
welche die Kommunikation mit unseren Mitmenschen erschweren oder gar
verunmöglichen – und das nicht nur, weil eben in einer fremden Sprache
gesprochen wird.
Missverständisse führen zu Konflikten, die teils banal
sein mögen, oft aber auch schwere Folgen haben können. Die letzten Monate und
Wochen haben unser gesellschaftliches Leben aufgrund der Massnahmen zur
Bewältigung der weltweiten Pandemie verändert. Auch für mich gab es bedeutende
Veränderungen, und manche haben zu Konfliktsituationen in meinem familiären
Umfeld oder unter Freunden, geführt. Im Nachhinein muss ich zugeben, dass ich
bei manch einer Begebenheit wohl besser anders verhalten hätte. Kurzum, mir
fehlten schlicht die Erfahrung und Kenntnisse, Konflikten vorzubeugen oder zu schlichten.
Umso wichtiger erscheint es mir daher, dass auf gewisse Regeln geachtet werden,
um Missverständnisse oder Probleme zu lösen.
Mediation kann ein Mittel sein, Konflikte zu
schlichten. Allerdings bedarf es dazu einiger Verhaltensgrundsätze, Regeln, und
vor allem: praktische Erfahrung. Sprache kann zum Beispiel Zuneignung,
Verständnis sowie Sachlichkeit ausdrücken. Aber wie bei jeder
Kommunikationsform kann Sie sich auch in das Gegenteil verwandeln. Ich bin
daher mit den Kursinhalt des Moduls Umweltmediation durchaus zufrieden und
freue mich auf ansprechende Diskussionen!