Notengebung – immer ein “explosives” Thema bei
universitären Arbeiten, insbesondere wenn es sich um Gruppenarbeiten handelt, bei
welchen die unterschiedlichsten Charaktertypen aufeinandertreffen. Das hat sich meiner Ansicht nach auch während
der Diskussionsrunden in der fünften Lektion des Moduls ganz klar gezeigt.
Solange die Thematik sachlich diskutiert wurde,
konnte die Mediation relativ einfach geleitet und eine pragmatische Lösung
erreicht werden. Alsdann in einer zweiten Diskussionsrunde die interpersonellen
Differenzen zutage traten wars vorbei mit dem Einklang – für mich ein geglücktes
Szenario, da sich Meinungen und Beziehungen selten einfach so ausblenden
lassen. Dementsprechend war die Diskussion äusserst zäh und schwierig zu
leiten. Ich hatte dementsprechend Mühe, in der kurzen Zeit eine
zufriedenstellende Lösung zu initiieren.
Für nicht beteiligte Personen mag die
Problematik banal wirken - im Vergleich etwa zu der Diskussion über
Pharmaverträge/Medikamentenproduktion zwischen zwei juristischen Personen. Vor allem wenn man bedenkt, dass die
Auswirkungen unterschiedlicher Notengebungen gering sind, da alle Gruppenmitglieder
so oder so das Modul bestanden hätten.
Das Problem handelt daher eher von Wertschätzung,
oder vielleicht dem Gefühl mangelnder Wertschätzung der geleisteten Arbeit. Ich
denke jeder hat schon mal unter ungenügender Anerkennung gelitten, auch wenn oft
das Gefühl das eigentliche Problem “überlappt” – und es dadurch unnötigerweise
verstärkt. Viele Konfliktsituationen liessen sich vermeiden, wenn man die Dinge
rein sachlich betrachten würde, aber das ist natürlich nicht möglich. Daher ist
es in solchen Situationen wohl einzig möglich, durch Methodik positive Gefühle in
den Konfliktpartnern auszulösen.